Buchtipp: Patrick Tschan – Polarrot

Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft Bücher die ich gelesen und welche mir gefallen haben, hier kurz vorzustellen. Den Anfang macht Patrick Tschan’s Polarrot

 

„Isaak Mayer, meine Goldgrube. Was mache ich jetzt“, schoss es ihm durch den Kopf. „Ganz ruhig, Jacques, wie immer, denken. Also: Welche Vorteile könnten sich aus der Situation ergeben?“

Jack Breiter ist ein Hochstapler und Schwindler aus dem Toggenburg, der vor nichts zurückschreckt, um sich persönlich zu bereichern und den finanziellen Aufstieg zu schaffen. Breiter ist eine Romanfigur mit der man sich nicht so richtig identifizieren will. Sein Charme ist ab und an äusserst sympatisch, seine Geldgier sowie die ständige Lügerei machen ihn zum Teil jedoch fast unerträglich. Sei es das Handeln mit dem Polarrot, der Farbe für die Hakenkreuzflagge der Nazis, oder der Schmuggel von Gold, Wein und sogar Menschen; im Laufe des Krieges eröffnen sich Jack Breiter so manche ‚gute Geschäfte‘. Doch dazwischen gibt es auch immer wieder Krisen und Rückschläge aus denen er sich herauszukämpfen versucht.

Polarrot ist ein äusserst interessanter und zum Schluss auch sehr spannender Roman während des zweiten Weltkriegs mit einem falschen und zwiespältigen ‚Helden‘ Jack a.k.a. Jacques Breiter. Das Buch wirft zudem einige spannende Fragen auf: Kann und soll man gegen sein eigenes Schicksal ankämpfen? Wo hat die persönliche Bereicherung ihre Grenzen? Und:

„Hergott, wer steht eigentlich beim wem in der Schuld?“

 

Vielen Dank an Esther und André für das Buch!

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