Reise-Rekapitulation: Die neue Art des Reisens

Zurück aus unseren Ferien in Asien hab ich beschlossen hier auf dem Blog eine kleine Serie an Berichten, Gedanken, Eindrücken und Erinnerungen aufzuschreiben, welche uns von unserer Tour durch Laos und Vietnam geblieben sind. Der Titel der Serie („Reise-Rekapitulation“) soll nicht falsch verstanden werden. Keineswegs will ich ‚kapitulieren‘ und nie mehr eine solche Reise antreten. Ganz im Gegenteil war es ein geniales Erlebnis. Genau so wenig sollte dieser Titel auf Vietnam’s Wandel vom Kommunismus zum Kapitalismus hinweisen. (Ist aber auch sehr spannend! Vielleicht gibts dazu zu einem späteren Zeitpunkt etwas zu lesen.) Der Titel darf auch nicht so verstanden werden, dass ich hier eine Zusammenfassung der verschiedenen verspeisten Reis-Sorten wiedergeben werde. Nein, in den nächsten Tagen, Wochen oder sogar Monaten (Man hat ja schliesslich noch andere Verpflichtungen.) möchte ich einfach meine Gedanken zu einigen Themen loswerden.

Dieser erste Teil ist über das Reisen mit dem Rucksack. Für erfahrene Backpacker wahrscheinlich kalter Kaffee (Wird in Vietnam ganz oft kalt serviert.), für uns aber eine ganz neue Erfahrung.

 

Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.

Johann Wolfgang von Goethe

Südostasien in diesem Sommer war unsere erste längere Reise mit Rucksack und ohne fixen Ort, wo wir unsere Ferien verbringen würden. So waren wir beide sehr gespannt, wie das ‚Reisen‘ an sich klappen würde. In der Retrospektive kann ich nun aber sagen, dass uns diese für uns neue Art des Reisens ausserordentlich gut gefallen hat.

Wir waren rund sechseinhalb Wochen unterwegs, besuchten insgesamt vier Länder, waren an 15 verschiedenen Orten, übernachteten dort zwischen einer und fünf Nächten und legten mehrere tausend Kilometer mit unterschiedlichsten Fortbewegungsmitteln zurück. (Flugzeug, Taxi, Bus, Sleeping Bus, Schiff, Slow Boat, kleines Boot, Fahrrad, Motorrad, Kajak, Elephant… um nur einige zu nennen.)

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Ein entscheidender Unterschied zum Pauschalurlaub in der Südtürkei ist die Planung. Die Reiseplanung hat schon ganz früh, mit der Auswahl der Reisedestination, begonnen. Allerdings ist die Phase der Planung mit der Buchung der Flüge noch längst nicht abgeschlossen. Sie hat eigentlich erst ihren Anfang genommen. Im Frühling durchkämmten wir die Reiseführer, strichen heraus, was wir unbedingt sehen wollten und stellten uns einige Wochen vor Antritt der Reise einen provisorischen Plan zusammen. Dieser beinhaltete eine grobe Einteilung der Tage, die möglichen Destinationen und Reisetage. Doch schon am dritten Tag, in Chiang Mai, haben wir diesen Plan bereits das erste Mal missachtet. Und so ging es eigentlich die ganze Zeit weiter. Während der Zeit in Asien haben wir diesen Plan mehrere Male abgeändert oder neu aufgestellt, um ihn dann einige Tage später doch wieder nicht ganz so eng einzuhalten.

Diese ständige rollende Planung ist zum einen sehr intensiv, und doch macht es eine solche Reise eben gerade so spannend. Wenn man sich mal über die nächste Station im Klaren ist, ist die Planung noch längst nicht erledigt. Wie reisen wir weiter? Bus oder Zug? Wie und wo kaufen wir die Tickets dafür? Wo werden wir übernachten? Sollen wir uns schon einmal ein Guesthouse raus schreiben oder einfach auf gut Glück eines suchen? Wie viele Tage werden wir dort bleiben?

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Sobald man an diesem Ort ist, geht das ganze wieder von vorne los. So steht man eigentlich ständig vor extrem vielen kleinen und grossen Entscheidungen, die man treffen muss. Man hat extrem viele Möglichkeiten und Optionen, die einem jederzeit zur Verfügung stehen. Und sellten weiss man welches nun die beste sein soll. So tappten wir einige Male im Dunkeln und unser Bauch musste für uns entscheiden. Im Nachhinein können wir mit diesem Körperteil durchaus zufrieden sein. Der Bauch hat uns nur selten in die Irre geführt.

Wie gesagt, dieses Planen und Reisen kann sehr anstrengend sein, deshalb sind zwischendurch auch mal Erholungstage einzuplanen! Aus diesem Grund führte es uns zum Beispiel an diesen schönen Ort:

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Das Reisen mit Rucksack hat aber auch ganz grosse Vorteile (sonst würde man das ja auch nicht machen). Die Freiheit und Flexibilität ist riesig. Die einzigen wirklichen Fixpunkte unserer Reise waren der Flug von Saigon nach Singapur am drittletzten Tag und der Heimflug von Singapur nach Zürich. Ansonsten konnten wir die Ferien völlig frei gestallten und jeden Tag selbs
t entscheiden, was wir tun und lassen wollten. So konnten wir beispielsweise unseren Aufenthalt verlängern, wenn es uns an einem Ort speziell gut gefallen hat. Und wenn wir an einem Badeort die einzigen nicht-russischen Touristen waren, konnten wir auch ganz schnell weiter reisen.

Diese Freiheit war für uns zu Beginn eine Herausforderung, wir haben aber schnell gelernt und konnten diese Flexibilität geniessen. Die Reise war in all seinen Facetten ein geniales Erlebnis und wir haben extrem viele Eindrücke mit nach Hause genommen.

Mehr dieser Eindrücke gibt es, wie gesagt, in den weiteren ‚Reise-Rekapitulationen‚.

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