Abenteuer Engadiner Skimarathon – Teil XI: Die Taktik des Teams

Der grosse Tag kommt immer näher. Nur knapp mehr als einen Monat bleibt noch, um sich für den Engadiner Traditionslauf vorzubereiten. Deshalb sollte man sich so langsam aber sicher um eine passende Taktik kümmern, damit man am Tag X auch zumindest in die Nähe des Ziels in S-Chanf gelangt. Nach längeren Diskussionen über die Stärken und Schwächen der einzelnen Teilnehmer, kam unsere Gruppe zum Schluss, dass man für eine gemeinsame Taktik zu verschieden ist. Es kristallisierte sich heraus, dass sich jeder einzelne „Möchte-Gern-Cologna“ unter uns auf seine eigene Strategie verlässt. Diese Strategien werden in diesem Beitrag näher erläutert.

(Wer die einzelnen Akteure noch nicht kennt: Hier wird das Team vorgestellt.)

 

Holger:

Wenn man den ‚Teufelskerl‘ bei seiner Vorbereitung verfolgt und beobachtet, erkennt man seine vergleichsweise trainingsfaule Art sehr schnell. Mit gutem Gewissen lässt er die Langlauf-spezifischen Einheiten weg. Denn gemäss seiner eigenen Aussage verlässt er sich auf seinen Willen. Auch wenn man mit dem Kopf bekanntlich keine Bergen versetzen kann, so denkt Holger zumindest, dass er mit seinem Willen das Ziel des Engadiners erreichen kann. Von den restlichen Teammitgliedern wird diese Methode etwas belächelt, doch Holger hat es in der eigenen Hand (oder im Kopf), um die restlichen 6 eines besseren zu belehren.

 

Trikotzupfer:

Man könnte meinen, dass es die Taktik des Trikotzupfers ist, alle Konkurrenten durch bösartige Foulspiele und Tätlichkeiten auszuschalten und sich so den Weg zu Ziel freizukämpfen. Doch Kämpfer mit der orange-roten Mähne wäre nicht ein richtiger Trikotzupfer, wenn er nicht noch einen Plan B auf Lager hätte. In den letzten Monaten hat er mit grösstem Aufwand an sich und seinem Körper gearbeitet. Das Resultat sind breite Schultern und ein Oberarmumfang, welcher den Oberschenkeln von Didier Cuche gleicht. Der aufmerksame Leser hats erraten: Der Trikotzupfer setzt auf die Kraft.

 

el capitan:

Auch bei der Strategie des Kapitäns scheiden sich die Geister. Das Langlauf-Training sagt ihm nicht sonderlich viel. So setzt er nicht auf seinen kräftigen Körperbau sondern vertraut auf seine „filigrane Technik“ (Zitat el capitan). Ob es sich dabei um die klassische oder die Skating-Technik handelt, weiss auch el capitan selbst noch nicht so genau. Da ein Schnee-Training auf Langlauf-Skiern gemäss Abmachung verboten ist, wendet er die Methode des visuellen Studiums an. Mindestens zwei Langlauf-Rennen von Vorbild Dario Cologna hat er am Bildschirm verfolgt und sich dabei ganz bewusst die Bewegungsabläufe gemerkt.

 

E. Uzi:

Auch Herr Uzi setzt nicht auf hartes Training sondern vertraut auf eine verlässlichere Methode. Neben Jack ist E. der älteste Teilnehmer unserer Gruppe. Zudem gehört er der bekannten Gruppe der HINKs (High Income No Kids) an. Beste Voraussetzung also, um sich eine komplette Langlauf-Ausrüstung zu besorgen. Aus mehreren bekannten Quellen (welche nicht genannt werden möchten) ist bekannt geworden, dass sich E. Uzi sogar enge lange Hosen (in Fachsprache: Tights) angeschafft hat. So hat er sich auch die letzten Chancen auf den Titel in der Kategorie „Keine-Engen-Hosen“ verbaut. Ja, man hats bemerkt. Die Taktik des Routiniers ist das Material.

 

philgort:

Bei mir war die Wahl der Taktik eine äusserst einfache Entscheidung. Die einzige Stärke mit welcher ich mich rühmen kann, ist meine Ausdauerfähigkeit. Bei 42 Kilometern und einer voraussichtlichen Zeit von mehreren Stunden kann diese Fähigkeit durchaus behilflich sein, wenn man das Ziel erreichen möchte. Ein Vorteil ist zudem noch meine Fussball-Position als Innenverteidiger. So muss ich nicht die sämtliche Ausdauer am Tag vor dem Engadiner für den traditionellen Schüga-Cup aufbrauchen.

 

Jack:

Jack ist die Wundertüte unserer Spasstruppe. Alle sehen wie hart er sich für die grosse Herausforderung vorbereitet und jeder möchte sich die Schmach ersparen, dass der eigene Trainer (oder Papa, oder Onkel, oder Götti) den Engadiner schneller absolviert als man selbst. Schlussendlich setzt Jack aber auf seine Routine. In seinen ?? (genau Zahl der Redaktion (ungefähr) bekannt) Jahren hat er schon so manche heikle Situation gemeistert. Seine Erfahrung wird ihn auch am 11. März beflügeln.

 

Schlieri:

Bei unserem jungen Überflieger ist die Situation etwas speziell. Vor gut einem Monat riss er sich bei einem Hallenturnier das Kreuzband und musste schon zwei Monate vor dem Start des Engadiners Forfait geben. Und hier kommt Schlieri’s Taktik ins Spiel. Kurzerhand hat er einen würdigen Ersatz gefunden. Anstelle von Schlieri wird am 11. März Lars ins Rennen starten. Und was kann bei einem solchen Namen schon schief gehen. Lars, der kleine Eisbär, ist sich Schnee und eisige Kälte gewohnt. Beste Voraussetzung, um den Engadin Skimarathon unbeschadet zu überstehen.

 

Man darf gespannt sein, welche Strategien sich im Ernstfall bewähren. Weitere Tipps und Ratschläge zum grossen Tag werden natürlich gerne entgegengenommen.

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