Facebook und Twitter – für was ich sie brauche

Momentan wird viel über Sinn und Unsinn von Social Network-Seiten diskutiert. Insbesondere Facebook und Twitter stehen seit längerem im Fokus der Öffentlichkeit (zum Beispiel hier). Diese beiden Riesen im Markt der sozialen Netzwerke werden für extrem viele verschiedene Zwecke benutzt. Ist dies alles nur Zeitverschwendung im riesigen Universum des Internet oder kann man die beiden auch für etwas Sinnvolles nutzen? Hier möchte ich beschreiben, wieso und wie ich die beiden Social Networks benutze und welchen Vorteil ich daraus ziehe.

 

Facebook: Für Fernfreundschaften

Schon mehrfach hab ich mir überlegt, mein Facebook-Konto ins Jenseits zu schicken. Dem Trend, dem sich gefühlsmässig bereits 99% der 13-jährigen Teenagern angeschlossen haben, den Rücken zu kehren. Unzählige Male hab ich mich über sinnlose Statusmeldungen und Freundschaftsanfragen von irgendwelchen Personen genervt.

Das einzige, was mein Facebook-Konto noch am Leben hält, sind die Freunde im Ausland. Ich habe einige Kontakte, dessen einziger Kommunikationsweg Facebook ist. Natürlich könnte man diese Freundschaften über andere Wege aufrechterhalten. Aber eine grosse Stärke von Facebook ist und bleibt die Einfachheit der Kommunikation mit anderen Personen. Dadurch bleibt man trotz der grossen geografischen Distanz noch immer mit Personen in aller Welt vernetzt. In letzter Zeit habe ich noch eine andere Verwendung entdeckt. Die in diesem Blog veröffentlichten Berichte kann ich direkt mit Facebook verlinken. Alle meine „Freunde“ wissen in kürzester Zeit, dass es etwas Neues zu lesen gibt. So komme ich an noch mehr potentielle Leser heran.

Und so werde ich, allen Übel zum Trotz, meinen Facebook-Account auch in Zukunft nicht einfrieren. Um meine Nerven zu schonen, habe ich jedoch vor kurzem meine Freundes-Liste um fast die Hälfte gekürzt und melde mich nur noch ca. 2-3 mal in der Woche auf Facebook an. So stimmt mein Facebook-Konsum auch für mich.

 

Twitter: Meine Informationsquelle

Auch bei Twitter bin ich nicht besonders aktiv. Mehr würde ich mich als „Follower“ bezeichnen, als einer dem „gefolgt“ wird, wie man in Twitter-Sprache so schön sagt. Dies ist auch auf meinem Account sehr schnell ersichtlich. Ich folge momentan gerade 85 „Twitterern“ und werde gerade mal von 9 Menschen „gefollowt“. Bei mehr als 100 Millionen Benutzern dieses sozialen Netzwerks doch eher bescheiden. Die einzigen Meldungen, die ich im grossen weiten Twitter-Netz verbreite, sind wiederum die Blog-Einträge dieser Seite. Diese sehen dann so aus:

Bild_4

(falls Interesse besteht diesen Beitrag zu lesen: hier ist er)

Die „tweets“ anderer Personen sind deshalb weitaus interessanter. Ich informiere mich über verschiedene Dinge wie Fussball, Baseball, aktuelles politisches Geschehen oder Musik. Verschiedenste Twitter-Benutzer kann ich dabei besonders empfehlen: 11Freunde berichtet über aktuelle Fussball-Ereignisse. Hier gibts die News über die San Diego Padres (ich weiss… Baseball interessiert sonst niemanden) und Al Jazeera English berichtet sehr gut und aktuell aus verschiedenen Krisengebieten der Welt. Dies sind nur einige Empfehlungen aus meiner Follower-Liste.

 

Wie man sieht, haben Facebook und Twitter beide einen gewissen Nutzen für mich. Allerdings nicht denselben. Dies ist auch der Grund, weshalb ich auf beiden sogenannten sozialen Netzwerken über ein eigenes Konto verfüge. Das eine brauche ich mehr für Kontakte zu Menschen aus anderen Ländern und Kontinenten. Das andere benötige ich mehr, um meinen Interessen nachzukommen. Und wenn sich jemand fragt, ob ich denn in der Schweiz keine Freunde habe oder ob ich mit diesen nicht kommuniziere? Doch. Aber dafür kann ich mich mit diesen Personen persönlich treffen und sonst habe ich ja auch noch ein super Handy, das perfekt funktioniert.

 

Für welchen Zweck benutzt ihr Facebook, Twitter und andere vergleichbare Seiten? Ist es reine Zeitverschwendung oder könnt ihr dadurch euren Freundeskreis besser pflegen? Seid auch ihr dank Twitter besser informiert? Könntet ihr ohne Facebook noch leben? Und würdet ihr auf der Strasse auch all euren Facebook-Freunden ‚Hallo‘ sagen?

Fragen über Fragen…, deren Antworten mich sehr interessieren würden.

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4 comments on “Facebook und Twitter – für was ich sie brauche

  1. Ich beginne mal mit Twitter.Seit ich Twitter nutze frage ich mich st??ndig, was der Sinn des ganzen sein soll. Eigentlich ist es ein vereinfachtes Facebook mit einer Text-Beschr??nkung auf 140 Zeichen. Aus meiner Sicht k??nnte man Twitter vom Netz nehmen und alles ??ber Facebook laufen lassen. (Vermutlich werde ich meinen Twitter-Account nun bereits zum zweiten mal einfrieren…)Facebook hat dazumals (und auch heute noch) den Nerv der Gesellschaft getroffen und bekommt jetzt durch die Smartphones erneuten Aufschwung. Die Vorteile hast du bereits erw??hnt (man kann durch Facebook einfach und schnell kommunizieren und kann somit mit Freunden, die nicht gleich um die Ecke wohnen den Konakt halten).Dadurch, dass man Nachrichten durch FB einfach und sehr schnell verbreiten kann, ist Facebook auch zum Marketing-Instrument f??r viele Firmen geworden (und ist bereits unverzichtbar). Ich denke Facebook hat sein komplettes Potenzial noch lange nicht ausgesch??pft. In Zukunft wird Facebook die Schaltzentrale des Internets…So, jetzt bin ich ein wenig abgeschweift. Ich pers??nlich nutze Facebook einfach um mich zu informieren und Kontakt zu Freunden zu halten, die ich nicht so oft sehe.

  2. Ich sehe deine Punkte, aber ich denke so unbrauchbar ist Twitter nicht. Es hat einige Vorteile gegen??ber anderen…Twitter ist extrem aktuell und schnell. Gerade bei aktuellem Geschehen ist man stets ‚up to date‘. Dies ist gerade bei Sportveranstaltungen und auch aktuellen politischen Konflikten der Fall. Zum Beispiel war/bin ich bei den Konflikten in Libyen und anderen arabischen L??ndern immer informiert wenn ich das m??chte. Und dies meist bevor es auf ‚gr??sseren‘ News-Seiten (20min, Tagi) ver??ffentlicht wird.Zudem kann man selbst ??ber die Qualit??t seiner ‚Timeline‘ entscheiden. Ich weiss das k??nnte man bei Facebook auch. Aber es braucht viel weniger ??berwindung auf Twitter jemanden zu ‚unfollowen‘ als bei Facebook jemanden aus der Freundesliste zu l??schen.Ich denke Twitter ist in der Schweiz einfach noch zu wenig popul??r und es ist schwierig ein Netzwerk wie bei Facebook aufzubauen. Aber als Informationsquelle ist es f??r mich sehr brauchbar.

  3. Ich bezweifle noch ein bisschen, dass Facebook wirklich die Schaltzentrale des Internets wird. Die Vor- und Nachteile wurden bereits ausf??hrlich angesprochen, die Nutzerdichte ist hoch und aus Marketingsicht ist Facebook allein deswegen bereits h??chst interessant. Allerdings, die wirkliche "Revolution" bleibt bisher aus. Die Werbebotschaften am Rande haben mich bisher noch niemals ??berzeugt. Kontakt zu Unternehmen kann ich in Foren teilweise spezifischer bekommen (z.B. Reparatur-Anfragen). Und wenn man Informationen beschaffen will, bzw. gerade wenn man einen ersten Einblick in ein Thema erhalten will, greift man eher zu Tools wie Twitter, Slideshare, Wikipedia oder – ganz klassisch, aber bew??hrt – zu Suchmaschinen.M??glicherweise kommt das wirklich Neue ja noch, aber bisher bleibt die Weiterentwicklung/das Potential von Facebook eher hinter meinen Erwartungen zur??ck.

  4. Ich glaub auch nicht, dass Facebook in allen Bereichen so dominant werden wird.Ein weiterer Vorteil von Twitter hat man gleich gestern an einem aktuellen Beispiel wieder gesehen:Die Information von Osama Bin Ladens Tod verbreitete sich auf Twitter wie ein Lauffeuer und dies lange bevor man auf Medienseiten etwas davon lesen konnte. Auch auf Facebook machte es erst viel sp??ter die Runde.Zudem sind gerade Journalisten auf Twitter viel aktiver. Deshalb hat man ??ber Twitter auch einen viel besseren Zugang zu qualitativem Journalismus. Dies ist auch daran zu erkennen, dass Facebook vor kurzem neue Seiten f??r Journalisten anzubieten, um dieses Potential der sozialen Medien besser auszusch??pfen.

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