Back to the roots: li2me – ein Selbstversuch

„Mit meinem Handy muss ich nur telefonieren und SMS schreiben können.“ Wie viel mal haben wir diesen Satz schon gesagt oder gehört. Ich habs gefunden, wirklich! Denn viel mehr kann dieses Mobiltelefon wirklich nicht. Kein Internet, kein Facebook und definitiv kein Web 2.0. Während den letzten 3 Monaten hab ich in einem Selbstversuch ausschliesslich dieses Natel benutzt. Viele erstaunte Blicke, einige genervte Momente und ein zufriedener Benutzer sind das Resultat.

 

Kürzlich fand der Mobile World Congress 2011, die grösste Handymesse der Welt, in Barcelona statt. Vorgestellt wurden die neuesten Mobiltelefone, Techniken und Apps. Die Bildschirme werden immer grösser und besser (man denke nur an den ersten 3D Bildschirm), die Prozessoren werden immer schneller und die Anzahl der Apps steigt exponentiell. Mein Handy verfügt weder über einen berührungssensitiven Bildschirm noch gibt es einen integrierten App-Store. Von einem ‚Smartphone‘ kann nicht die Rede sein. Oder doch? Schliesslich handelt es sich um ein ‚Phone‘ und hat grosse Ähnlichkeiten zu einem ‚Smart‚. Klein, kompakt und farbig.

 

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Das ‚li2me‚ ist 85mm lang, 50mm breit und 11mm dick. Die Funktionen beschränken sich auf telefonieren und SMS schreiben. Der Bildschirm misst 30x15mm und die einzelnen ‚Pixel‘ sind noch sehr gut erkennbar. Es verfügt über ein normales Telefonbuch, in welchem Name und Nummer angezeigt werden. Zudem gibt es im Menu einen Ordner ‚Tools‘, welcher über einen Alarm, eine Aufgabenliste und einen Taschenrechner verfügt.

 

Wegen den kleinen und etwas starren Tasten ist das SMS schreiben zeitweise mühsam. Wenn das Mikrofon beim Telefonieren zu weit vom Mund entfernt ist, können mich meine Gesprächspartner ab und zu nicht ganz einwandfrei verstehen. Mein grösster Kritikpunkt am ‚li2me‘ ist jedoch der fehlende Vibrationsalarm. Nicht wenige Male zog ich im Zug verwunderte Blicke fremder Leute auf mich, als mein kleines Gelbes in der Hosentasche klingelte. Ich aber regte mich nicht, da ich mit Kopfhörern Musik hörte. So einige Anrufe hab ich deshalb verpasst.

 

Nichtsdestotrotz: ich bin sehr zufrieden mit meinem ‚iPhone 5‘, wie ich mein Handy gerne nenne, wenn mich Freunde auf meinen „neuen Taschenrechner“ ansprechen. Das farbige Plastiktelefon ist zweifellos ein Hingucker, was man von einem Smartphone heute kaum mehr behaupten kann. Es hat eine ideale Grösse und ist perfekt für Aktivitäten, bei denen das Natel beschädigt oder verloren gehen könnte. Auch die Tatsache, dass ich über keinerlei Games, Internet, Social Networks oder Web 2.0-Anwendungen verfüge, stört mich nicht. Ich muss und will nicht 24 Stunden am Tag online sein. Und wenn ich doch soooo dringend etwas brauche, kann ich ja immer noch jemanden anrufen. Das kann mein Handy!

 

Was denkt ihr? Könntet ihr mit einem so unmodernen Handy ‚überleben‘? Oder seid ihr auf eure Smartphones mit Internet und allem was dazugehört angewiesen oder könntet ihr darauf verzichten? Welche Web 2.0 Anwendungen eures Handys braucht ihr regelmässig?

 

Übrigens: Gemäss Hersteller kommen die ‚li2me‘-Handys Ende Mai dieses Jahres auf den Markt.

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3 comments on “Back to the roots: li2me – ein Selbstversuch

  1. Haha… das "Handy" ist echt ein Hingucker! Man denkt zuerst gar nicht daran, dass es ein Handy sein k??nnte…Ich selber besitze ja ein iPhone und bin damit sehr zufrieden. Fr??her hatte ich auch ein "einfaches" Handy zum Telefonieren und SMS schreiben. Doch ich denke, wenn ich wieder umsteigen m??sste, w??rde ich gewisse Apps schon vermissen. So nutze ich z.B. die Apps: Facebook, Twitter, 20min, ein RSS-Reader, iLiga (Bundesliga, etc…), SuperLeague, SBB Mobile und zwei bis drei Games schon regelm??ssig.Gruess

  2. Das Handy errinert an altersgerechte Telefone (http://www.amazon.de/Doro-PhoneEasy-341-schwarz-Handy/dp/B00328BD5I/ref=tag_tdp_sv_edpp_i), von denen ich ??brigens ein gro??er Fan bin. Ehrich, komfortabel und stabil. Es st??rzt nichts ab, weil es nichts gibt was abst??rzen kann. Ich mache viel Sport, bei dem ein Handy auch mal kaputt gehen kann. Da ist man mit einem 50 Euro Handy wesentlich besser dran als mit einem 800 Euro Iphone.Im Uni-Alltag bevorzuge ich ein Smartphone – f??r alles andere darf es gerne klein und einfach sein.

  3. Ich denke f??r ??ltere Semester ist dieses Handy nicht unbedingt geeignet. Daf??r ist es fast zu klein. Vor allem die Tasten w??rden wahrscheinlich vielen Leuten Umst??nde bereiten. Die Zahlen und vor allem die Buchstaben darauf sind kaum zu lesen und sie reagieren nicht immer ganz wie gew??nscht.Ansonsten geb ich jauphi recht. Abst??rzen kann das Telefon definitiv nicht und f??r den Sport ist es ideal, da es gerade mal 50 Gramm wiegt.

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